FAKT-Vorantragsverfahren für den Antrag 2020

Wie bereits im letzten Jahr ist es erforderlich für die FAKT-Maßnahmen ein Vorantragsverfahren durchzuführen. Der FAKT-Vorantrag für den Antrag 2020 kann über das FIONA-System im Zeitraum vom 2. November

bis 16. Dezember 2019 gestellt werden. Es ist der Gesamtumfang für

jede einzelne FAKT-Teilmaßnahme anzugeben. Eine grafische Erfassung oder

Einzelflächenangabe ist nicht notwendig.

Die Tierwohlteilmaßnahmen mit einer einjährigen Laufzeit (z. B. Sommerweideprämie) sind ebenfalls zwingend im FAKT-Vorantrag voranzumelden.

Durch die Funktion „Vorbelegen“ besteht die Möglichkeit, sich für alle Teilmaßnahmen einen ggf. bestehenden Verpflichtungsumfang und/oder einen aktuell berechneten Umfang aus dem Antragsjahr 2019 mit einem Antragskreuz einzublenden. Im Falle einer Hofübergabe kann der FAKT-Vorantrag sowohl durch den Hofübergeber als auch den Hofübernehmer gestellt werden.

Wurde der FAKT-Vorantrag für alle relevanten Teilmaßnahmen ausgefüllt, ist

dieser danach abzuschließen. Nur abgeschlossene Voranträge gelten als eingereicht. Brauchen Sie Hilfe bei der Antragstellung, melden Sie sich bitte bei  uns im Büro.

 

Weiter Informationen finden Sie hier

[Quelle: Pressemitteilung MLR vom 04.10.2019]

Vorantragsverfahren für den Antrag 2020
Inanspruchnahme des FAKT 2019 weiter ges
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Betriebliche Therapiehäufigkeit für das 1. Kalenderhalbjahr 2019 gemäß Arzneimittelgesetz

Bitte überprüfen Sie bis zum 29.11., ob die eigene betriebliche Therapiehäufigkeit über der Kennzahl 1 oder 2 liegt und tragen Sie dazu Ihre Therapiehäufigkeiten in die folgende Tabelle ein. Brauchen Sie Hilfe? Dann melden Sie sich bitte bei uns im Büro.

Quelle: Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit
Quelle: Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit

Sperrfristen für Düngemittel mit wesentlichem Gehalt an Stickstoff

  • Ackerland: Allgemeines Düngeverbot auf Ackerflächen nach Ernte der Hauptfrucht bis 31.01.
    • Abweichend davon Düngung (max. 60 kg Gesamt-N bzw. max. 30 kg Ammonium-N) bis 01.10. möglich zu
      • Wintergerste bei Getreidevorfrucht bei Saat vor 01.10
      • Raps, Feldfutter, Zwischenfrüchte bei Saat bis 15.09
  • Grünland und mehrjähriger Feldfutterbau (Aussaat bis 15. Mai): Sperrfrist 01.11 - 31.01.
  • Festmist und Komposte: Sperrfrist 15.12. - 15.01. keine N-Obergrenze
  • Gemüse, Erdbeer- und Beerenobstkulturen: Sperrfrist 01.12 .- 31.01.

 

Generell ist die Düngung zu dokumentieren und bei der schlagspezifischen Düngebedarfsermittlung im Frühjahr zu berücksichtigen!

 

Wir möchten Sie noch einmal darauf hinweisen: die Ausbringung von Gülle auf Maisstoppeln ist nicht erlaubt! Einzige Ausnahme wäre zur Saat einer Wintergerste oder winterharten Begrünung, die allerdings nicht geerntet werden darf, auch nicht im Folgejahr! Zudem darf in die stehende Begrünung ab der Blüte keine Gülle mehr gefahren werden, da sonst eine Düngung ohne Bedarf erfolgt und dies ein CC-Verstoß ist.

 

Genauere Informationen finden Sie hier

Ökologischer Landbau - Förderung der Umstellungsberatung

Bis zum 31. Mai 2021 können Betriebe, die auf ökologische Bewirtschaftung umstellen möchten, oder sich bereits in der Umstellungsphase befinden, Fördermittel für die Umstellungsberatung beantragen.

Landwirtinnen und Landwirte können von bei der BLE registrierten Beraterinnen und Beratern eine umfassende, individuelle Unterstützung zur Umstellung in Anspruch nehmen. Der Zuschuss umfasst bis zu 50 Prozent der Kosten und beträgt maximal 4.000 Euro pro Betrieb.

Näheres finden Sie hier

Verbringen von Kälbern unter 3 Monaten in andere Mitgliedstaaten

Inzwischen gibt es mit Spanien und den Niederlanden bilaterale Abkommen, die den Handel der Kälber regelt. Dafür gelten spezielle Vorgaben und es sind Bescheinigungen vom Veterinäramt nötig.

 

Genaue Informationen finden Sie im angehängten Dokument auf den Seiten 12 - 13. [Quelle: STUA Aulendorf]  

BTV-Handelsbestimmungen.pdf
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Mäh-Knigge

Die ALB hat ein Beratungsblatt mit Handlungsempfehlungen
zur tierschonenden Mahd erarbeitet.

Mähknigge.pdf
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Rinderreport 2018

Rinderreport 2018.pdf
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Bundesagrarministerium erreicht Memorandum mit Spanien für den Handel mit Rindern aus Restriktionsgebieten

Mit Spanien wurde ein Memorandum abgeschlossen, das einem befürchteten Verkaufsstau wirksam entgegenwirkt. Die Vereinbarung sieht vor, dass unter 70 Tage alte Kälber von ungeimpften Muttertieren aus den Restriktionszonen verbracht werden dürfen. Sie tritt am kommenden Montag, 3. Juni, in Kraft. [Quelle: Presseerklärung Nummer 115 vom 30. Mai 2019, BMEL] 

Presserklärung 30.05.2019.pdf
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Siehe Seite 12 - 13
BTV-Handelsbestimmungen.pdf
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Keine Gebühren für Laboruntersuchung auf Blauzungenkrankheit beim Verbringen geimpfter Tiere und von Kälbern geimpfter Kühe aus Baden-Württemberg

„Das Land erhebt keine Gebühren für die Untersuchung auf Blauzungenkrankheit bei Tieren aus Impfbetrieben, die vom 18. Mai 2019 bis Ende des Jahres aus Baden-Württemberg verbracht werden." sagte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk MdL, am Dienstag (14. Mai) in Stuttgart. [Quelle: MLR 14.05.2019]

 

Wichtige Informationen zur Probeneinsendung für die Kostenübernahme: 

· die Blutproben (EDTA) und der Untersuchungsantrag müssen mind. 3 Werktage vor dem Verbringungsdatum im Untersuchungsamt vorliegen

· der Untersuchungsantrag muss vollständig ausgefüllt sein. Als  Untersuchungsgrund ist „Handelsuntersuchung MAT-Kalb,

Verbringung am: TT.MM.“ anzugeben

· die Eintragung der Impfung des Muttertiers muss bis Probeneingang in HIT erfolgt sein

· EDTA-Blutröhrchen können am STUA–Diagnostikzentrum angefordert werden

· die Kosten für die Blutentnahme sind vom Landwirt zu tragen [Quelle: STUA Aulendorf]

Keine Gebühren für Laboruntersuchung.pdf
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BT_Verbringungsregelungen.pdf
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Neubewertung der innerstaatlichen Verbringungsregelungen tritt ab dem 18.05.2019 in Kraft

Es ergeben sich folgende Änderungen

 

Für bis zu 90 Tage alte Kälber aus Sperrgebieten gilt:

 

  • Werden Kälber unter 90 Tagen aus Blauzunge-Sperrgebieten in freie Zonen Deutschlands verbracht, müssen sie von Muttertieren stammen, die vor der Belegung bereits grundimmunisiert gegen den entsprechenden BT-Stamm waren. 
  • Werden die Muttertiere erst während der Trächtigkeit geimpft, müssen die Landwirte ein negatives Blutprobenergebnis (bis maximal 14 Tage vor der Verbringung) der Kälber mit entsprechender Tierhaltererklärung vorzeigen. 
  • In beiden Fällen muss der Tierhalter eine Tierhaltererklärung vorweisen, die bestätigt, dass das Muttertier ordnungsgemäß geimpft wurde und das Kalb Kolostrum des Muttertieres erhalten hat.

Weitere Informationen gibt es auf der Seite des MLR

oder bei der STUA Aulendorf

[Quelle: STUA Aulendorf, PRESSEMITTEILUNG vom 07.05.2019 Nr. 146/2019]

MLR Pressemitteilung
PM_MLR_VerbringungBT_07.05.2019.pdf
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Blauzungenkrankheit (BT) – Regelungen für die Verbringung von Wiederkäuern aus BT-Sperrzonen in BT-Virus-freie Gebiete
Blauzungenkrankheit (BT) – Regelungen fü
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STUA Aulendorf
BTV-Handelsbestimmungen_Stand_05.2019.pd
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Tierhaltererklärung Kälber_aktualisiert (Grundimmunisierung vor der Trächtigkeit)
Tierhaltererklaerung_Kaelber_Grundimmuni
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Tierhaltererklärung Kälber_(Grundimmunisierung während der Trächtigkeit)
Tierhaltererklaerung_Kälber_Grundimmunis
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Update Übergangsregelung nur bis zum 30.04.2019 [Stand: 03.04.2019]

Das Ministerium Baden-Württemberg für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz teilt mit, dass 

die Übergangsregelung zum Verbringen empfänglicher Zucht- und Nutztiere ohne gültigen Impfschutz aus dem Sperrgebiet in freie Gebiete Deutschlands (mit negativer PCR-Untersuchung und Repellentbehandlung innerhalb sieben Tagen vor dem Verbringen) auf den 30.04.2019 zurückgenommen werden musste!

Bitte um Beachtung!   

Vermutlich Ende April 2019 kann eine neue Risikobewertung des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) zu einer ggf. neuen Einschätzung der Lage im Blauzungengeschehen und ggf. zu einer neuen Frist führen.

 

Es wird weiterhin empfohlen, empfängliche Tiere impfen zu lassen, sofern Impfstoff verfügbar ist.

[Quelle: LKV Baden-Württemberg, Pressemitteilung MLR vom 03.04.2019]

MLR_Info_Blauzunge Verbringungsregelunge
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Verlängerung der Übergangsregelung [Stand: 22.03.2019]

Das Ministerium Baden-Württemberg für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz teilt mit, dass die Übergangsregelung zum Verbringen empfänglicher Zucht- und Nutztiere ohne gültigen Impfschutz aus dem Sperrgebiet in freie Gebiete Deutschlands (mit negativer PCR-Untersuchung und Repellentbehandlung innerhalb sieben Tagen vor dem Verbringen) voraussichtlich bis zum 30.06.2019 verlängert wird!

[Quelle: LKV Baden-Württemberg, Pressemitteilung MLR vom 22.03.2019]

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Verlängerung der Übergangsregelung [Stand: 22.02.2019]

Das Ministerium Baden-Württemberg für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz informiert über die nach Bund-Länder-Absprache ergänzten Verbringungsregelungen, wie folgt:

Die Übergangsregelung zum Verbringen empfänglicher Zucht- und Nutztiere ohne gültigen Impfschutz aus dem Sperrgebiet mit negativer PCR-Untersuchung und Repellentbehandlung innerhalb sieben Tagen vor dem Verbringen wird bis zum 31.03.2019 verlängert!

 

Eine weitere Verlängerung - über diesen Zeitpunkt hinweg- kann vermutlich aufgrund der ab April zunehmend wärmeren Witterung und des daraus folgenden verstärkten Insektenfluges nicht mehr erfolgen.

Das Ministerium weißt daher nochmals auf die Dringlichkeit hin, empfängliche Tierarten (Rinder, Schafe, Ziegen, Gatterwild) gegen die Blauzungenkrankheit impfen zu lassen, um die Voraussetzung für die zukünftige Verbringung empfänglicher Tier in freie Gebiete zu schaffen.

 

Die Sonderregelungen gelten NUR innerhalb Deutschlands.

Tierhalter, die ihre Tiere in einen anderen EU-Staat verbringen wollen, müssen sich an die zeitlichen Vorgaben der Impfstoffhersteller für Grundimmunisierung und Wiederholungsimpfung halten! [Quelle: LKV Baden-Württemberg, Pressemitteilung MLR vom 22.02.2019]

 

Aktualisierung vom 22.02.2019
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Blauzungenkrankheit – BTV-8 in Baden-Württemberg [Stand: 10.02.2019]

Die amtliche Feststellung der Blauzungenkrankheit führt zur Errichtung eines Sperrgebietes von 150 km Radius um den Ausbruchsbetrieb herum. Dies bedeutet, dass das gesamte Land Baden-Württemberg zum BTV-8-Sperrgebiet für Rinder, Schafe, Ziegen und gehaltene Wildwiederkäuer erklärt wurde, außerdem Teile von Hessen, das gesamte Saarland sowie inzwischen auch ganz Rheinland-Pfalz. Auch hier werden mittlerweile Ausbrüche bzw. Verdachte gemeldet. [Quelle: STUA Aulendorf]

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Blauzungenkrankheit breitet sich weiter aus [Stand: 01.02.2019]

Nun wurde auch Calw, in Baden-Württemberg, zum Sperrgebiet erklärt. Dies erfolgte nachdem in einem Betrieb in der Gemeinde Ottersweier im Landkreis Rastatt der Blauzungenvirus vom Serotyp-8 festgestellt worden ist. Nach öffentlicher Bekanntmachung des Seuchenausbruchs durch das Landratsamt des Landkreises Rastatt erlklärte das Landratsamt des Landkreises Calw als untere Tiergesundheitsbehörde das gesamte Kreisgebiet des Landkreises Calw zum Sperrgebiet.

 

Die Blauzungenkrankheit vom Serotyp 8 breitet sich in Rheinland-Pfalz weiter aus. Nach Angaben des Landesuntersuchungsamtes aus Rheinland-Pfalz wurde der Erreger mittlerweile in je einem Bestand in den Landkreisen Südwestpfalz, Bad Kreuznach, Trier-Saarburg und der Stadt Zweibrücken bestätigt In einer Pressemitteilung verkündete Umweltminister Glauber, dass aufgrund der positiven Fälle (Serotyp 8) in den Nachbarbundesländern auch bayerische Landkreise und Städte von den Restriktionszonen betroffen sind (Lkr. Aschaffenburg, Lkr. Main-Spessart und Lkr. Miltenberg, Lkr. Lindau, Lkr. Oberallgäu, Lkr. Unterallgäu, Lkr. Neu-Ulm sowie die Kreisfreien Städte Memmingen und Kempten). [Quelle: Bayerische Staatskanzlei, Stand 25.01.2019]

Terminkalender GA 2019
Terminkalender Gemeinsamer Antrag.pdf
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Kein Pflanzenschutz mehr für Miscanthus und Silphie auf ökologischen Vorrangflächen

Ab 2019 dürfen voraussichtliche gilt das PSM-Verbot für durchwachsene Silphie und Miscanthus. Auch eine mineralische Düngung darf nicht mehr erfolgen. Die Düngung mit organischen Düngern wird wahrscheinlich weiterhin möglich sein. [Quelle: AgE]

Weitere Ausbrüche der Blauzungenkrankheit im Land amtlich festgestellt [Stand: 14.01.2019]

Die Blauzungenkrankheit (BT) hat Baden-Württemberg erreicht. Im Landkreis Rastatt wurde der Ausbruch des Virustyp 8 (BTV-8) amtlich in einem Rinderbestand festgestellt.

 

Daraus ergibt sich die Einrichtung eines Sperrgebietes von 150 km Radius um den Betrieb, in dem der Ausbruch stattfand. Deshalb wird das gesamte Land Baden-Württemberg außerdem Teile von Hessen, das gesamte Saarland sowie inzwischen auch ganz Rheinland-Pfalz, da hier mittlerweile auch Ausbrüche bzw. Verdachte gemeldet wurden, zum BTV-8-Sperrgebiet für Rinder, Schafe, Ziegen und gehaltene Wildwiederkäuer erklärt. 

Die Folgen sind u. a. eine generelle Meldepflicht für alle Wiederkäuerhaltungen an die jeweils zuständige Behörde sowie Verbringungs- und damit Handelseinschränkungen. [Quelle: STUA Aulendorf, PRESSEMITTEILUNG vom 11.01.2019 Nr. 12/2019]

 

Weitere Informationen dazu finden Sie in unserem Login-Bereich.

Zahlungsansprüche jetzt bundesweit handelbar

Ab 2019 kann ein Zahlungsanspruch mit jeder beihilfefähigen Fläche in Deutschland genutzt werden.

Informationen zu ackerbaulichen Maßnahmen in FAKT und Greening

Überblick über Auflagen der einzelnen ÖVF-Maßnahmen
OEVF_Tabelle_150518_RPT_Aenderungsversio
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Die Excel-Anwendung Zwischenfruchtmischungsrechner ÖVF dient der Berechnung und Prüfung der Mischungszusammensetzung
ZWF-Mischungsrechner-OeVF.xlsx
Microsoft Excel Tabelle 90.1 KB
Ackerbauliche Maßnahmen in FAKT.PDF
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2019 - FAKT - Anlage 5 Kombinationstabel
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Weitere Dokumente finden Sie in unserem Login-Bereich

Greeningprämie - Dauergrünlanderhaltung

Neu: Pflugregelung


Bisher sind im Rahmen der Vorschriften für die Direktzahlungen als Dauergrünland
Flächen definiert, die durch Einsaat oder auf natürliche Weise (Selbstaussaat) zum
Anbau von Gras oder anderen Grünfutterpflanzen genutzt werden und seit mindestens fünf Jahren nicht Bestandteil der Fruchtfolge des landwirtschaftlichen Betriebs sind.

Die Mitgliedstaaten können ab 2018 die zusätzliche Bedingung einführen, dass
die Flächen fünf Jahre nicht umgepflügt wurden (sogenannte Pflugregelung). Die Europäische Kommission hat dargelegt, dass der Begriff des Umpflügens identisch
auszulegen ist wie der Begriff des Pflügens bei der Regelung zum sogenannten umweltsensiblen Dauergrünland. Deutschland macht von der Option der Pflugregelung Gebrauch. Die diesbezügliche Änderung der Direktzahlungen-Durchführungsverordnung ist inzwischen in Kraft getreten.

 

Aus der Anwendung der Pflugregelung ergeben sich verschiedene Konsequenzen, die im Folgenden dargestellt werden.

  • Ab Inkrafttreten der neuen Regelung am 30.03.2018 verhindert Pflügen von Flächen, die durch Einsaat oder auf natürliche Weise (Selbstaussaat) zum Anbau von Gras oder anderen Grünfutterpflanzen genutzt werden und noch kein Dauergrünland sind (potentielles Dauergrünland), innerhalb eines Zeitraums von fünf Jahren die Entstehung von Dauergrünland. Falls nach dem Pflügen wieder Gras oder andere Grünfutterpflanzen angesät werden (oder die Fläche durch Selbstaussaat wieder begrünt wird), beginnt die Zählung zur potenziellen Dauergrünlandentstehung wieder mit dem Jahr 1.
  • Umgekehrt ist ab Inkrafttreten der neuen Regelung das Pflügen von bestehendem Dauergrünland eine Umwandlung, auch wenn sie lediglich der Narbenerneuerung dient und wieder Gras oder andere Grünfutterpflanzen (die potenziell Dauergrünland werden können,) angesät werden. Das heißt, die Fläche wird dadurch zu Ackerland. Da Dauergrünland in Deutschland im Rahmen der Direktzahlungsregelungen nur mit Genehmigung umgewandelt werden darf, bedarf auch das Pflügen von Dauergrünland ab diesem Zeitpunkt einer Genehmigung.
    Diese ist im Regelfall an die Bedingung geknüpft, dass an gleicher Stelle
    oder an anderer Stelle in derselben Region eine Fläche mit der entsprechenden Hektarzahl neu als Dauergrünland angelegt wird. Die Fläche gilt ab dem Zeitpunkt der Wiederanlage oder Neuanlage als Dauergrünland. Sie muss ab dann mindestens fünf Jahre für den Anbau von Gras oder anderen Grünfutterpflanzen genutzt werden und darf in diesem Zeitraum nicht gepflügt werden. Eine Genehmigung wird ohne Verpflichtung zur Wiederanlage beziehungsweise Neuanlage an anderer Stelle erteilt, wenn das Dauergrünland im Rahmen einer Agrarumwelt- oder Agrarumwelt-Klima-Maßnahme der zweiten Säule der  Gemeinsamen Agrarpolitik entstanden ist oder das Dauergrünland erst ab dem Jahr 2015 neu entstanden ist. Dies gilt allerdings nicht, wenn die Neuanlage im Rahmen einer Cross-Compliance- oder Greening-Verpflichtung erfolgte.
  • Das Pflügen von begrünten Brachen, die als Ackerland eingestuft sind, oder Ackerfutterflächen mit Gras oder anderen Grünfutterpflanzen, die noch kein Dauergrünland sind und auf denen eine Wiedereinsaat bzw. eine Selbstbegrünung mit solchen Kulturen erfolgt ist bzw. erfolgen soll, ist nun, soweit es nicht bereits im Rahmen der Antragstellung 2018 nachgewiesen wird (siehe unten), innerhalb eines Monats nach dem Pflügen anzuzeigen. Nur unter dieser Voraussetzung wird das Pflügen als Unterbrechung der Dauergrünlandentstehung gewertet (mit der Folge, dass die Zählung zur potenziellen Dauergrünlandentstehung wieder mit dem Jahr 1 beginnt).
  • Im Rahmen der Antragstellung 2018 können Landwirte nachweisen, dass bestehende Dauergrünlandflächen (also Flächen, die im Rahmen des Antragsverfahrens 2017 als Dauergrünland gewertet wurden) in den letzten fünf Jahren (seit dem 16. Mai 2013) gepflügt wurden und daher 2018 nicht als Dauergrünland einzustufen sind. Als Nachweis des Pflügens gilt auch der Wechsel auf bestimmte Nutzungscodes bei den betroffenen Flächen. Später ist dieser Nachweis nicht mehr möglich. Umpflügen im Zeitraum vom 29.12.2017 bis zum 29.03.2018 führt jedoch nicht dazu, dass eine Fläche nicht mehr als Dauergrünland eingestuft wird. Pflügen von im Rahmen des Genehmigungsverfahrens bei der Umwandlung von Dauergrünland angelegtem sogenanntem Ersatzdauergrünland führt ebenfalls nicht dazu, dass eine Fläche nicht mehr als Dauergrünland eingestuft wird. Schließlich ist bei sogenanntem umweltsensiblem Dauergrünland
    ein solcher Nachweis in der Regel nicht möglich, da hier seit 2015 ein
    Pflugverbot besteht.
  • Im Rahmen der Antragstellung 2018 können Landwirte nachweisen, dass sie begrünte Brachen oder mit Gras oder anderen Grünfutterpflanzen bestandene Ackerfutterflächen, die 2017 noch nicht als Dauergrünland gewertet wurden, in den letzten fünf Jahren (seit dem 16. Mai 2013) gepflügt haben mit der Folge, dass das Zähljahr für die Dauergrünlandentstehung entsprechend angepasst wird (bestimmte Nutzungscodewechsel werden dabei von Amts wegen als Pflügen
    gewertet). Später ist dieser Nachweis nicht mehr möglich.
Anzeige zur Pflugregelung
2019 - Anzeige zur Pflugregelung.pdf
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Neuerungen im Antragsjahr 2018

Ab 2018 ergeben sich folgende wesentliche Änderungen bei den Bedingungen zum Greening (vgl. Nr. 5.2.1 und Nr. 5.2.3):

  • Auf stickstoffbindenden Pflanzen als ökologische Vorrangflächen (ÖVF) dürfen im Antragsjahr keine Pflanzenschutzmittel ausgebracht werden.
  • Dinkel gilt bei der Anbaudiversifizierung als eigene Kultur gegenüber Kulturen, die zur Gattung Weizen gehören.
  • Sowohl bei der Anbaudiversifizierung als auch bei den ÖVF wurden die Befreiungstatbestände für Betriebe mit hohen Anteilen an Grünfutter, Brache oder Dauergrünland (DG) erweitert. Die bisherige Obergrenze von 30 ha für das übrige Ackerland wurde gestrichen.
  • Einführung zusätzlicher ÖVF-Typen:
    • Chinaschilf (Miscanthus)
    • Silphium (Durchwachsene Silphie)
    • Brache mit Honigpflanzen
  • Sofern bei stickstoffbindenden Pflanzen als ÖVF die Leguminosen vorherrschen, dürfen sie auch in Mischungen mit anderen Pflanzen angebaut werden. Somit kann z. B. der Anbau von Kleegras oder eines Gemenges von Leguminosen mit Stützfrucht als ÖVF anerkannt werden, wenn der Klee bzw. die Leguminosen vorherrschen.
  • Bei ÖVF als Untersaaten in Hauptkulturen sind neben Gras jetzt auch Leguminosen zulässig.
  • Die Auflage, wonach ÖVF-Zwischenfrüchte frühestens am 16. Juli ausgesät werden dürfen, entfällt. Sie müssen jedoch weiterhin spätestens am 1. Oktober ausgesät werden.
  • Auf Flächen, die aus der Erzeugung genommen wurden, ist die Mindesttätigkeit (Mahd mit Abfuhr oder Zerkleinerung und ganzflächige Verteilung) jährlich mindestens einmal vor dem 16. November durchzuführen. Auf Antrag ist aus Natur-/Umweltschutzgründen ein zweijähriger Rhythmus möglich (vgl. Nr. 5.1).
Ab Di. 01.01.2019 Einarbeiten der Brachebegrünung (E 2.2) bei Anbau Sommerkultur (mit ÖVF-Anrechnung)
Bis Di. 15.01.2019 Aufbringverbot Festmist und Komposte
Bis Di. 15.01.2019 CC: Mindestbodenbedeckung: "Beseitungsverbot" von ÖVF-Zwischenfrüchten und -Gründecken
Bis Di. 15.01.2019 CC. Mindestbodenbedeckung: "Beseitungsverbot" von Winterkulturen und -zwischenfrüchten nach ÖVF-Leguminosen
Bis So. 20.01.2019 Abgabe der Teilnahmebescheinigung einer Kontrollstelle bei Teilnahme an der FAKT-Maßnahme "Ökologischer Landbau". 
Bis Do. 31.01.2019 Sperrfrist N-haltige Düngemittel Ackerland
Bis Do. 31.01.2019 Sperrfrist N-haltige Düngemittel auf Grünland und Ackerland mit mehrjährigem Feldfutterbau
Bis Fr. 15.02.2019

CC: Winterpflugverbot für Ackerflächen, die der Wassererosionsgefährdungsklasse CC-Wasser1 und CC-Wasser2 zugewiesen sind und nicht in eine besondere Fördermaßnahme zum Erosionsschutz einbezogen sind.

Schläge mit Ackerflächen, die der Wassererosionsgefährdungsklasse CCWasser2 zugewiesen sind, dürfen zwischen dem 16. Februar und dem 30. November nur bei einer unmittelbar folgenden Aussaat gepflügt werden.

Vor der Aussaat von Reihenkulturen mit einem Abstand von 45 Zentimeter und mehr ist das Pflügen verboten. 

Vor der Düngung Düngebedarfsermittlung durchführen + Aufzeichnungen über den Nährstoffgehalt vor der Düngung
Ab Fr. 01.03.2019 Ackerflächen der Winderosionsgefährdungsklasse CCWind dürfen nur bei unmittelbar folgender Aussaat gepflügt werden. Ausnahme vom Pflugverbot bei Reihenkulturen, wenn Grünstreifen angelegt wurden. 

Bis So. 31.03.2019

CC: Nitratrichtlinie: Nährstoffvergleich erstellen

01.04. - 30.06.2019

CC: Mindestbodenbedeckung: Pflegeverbot: Das heißt: Mäh-, Häcksel- und Mulchverbot auf stillgelegten Acker- und Dauergrünlandflächen sowie bestimmten ökologischen Vorrangflächen.

Mi. 15.05.2019

Letzter Tag zur Einreichung des Gemeinsamen Antrags

Bis Mi. 15.05.2019

FAKT: Nachweis Milcherzeugung für A2 und G1 (Milchgeldabrechnung)

Bis Mi. 15.05.2019

FAKT: Aussaat Brachebegrünung einjährig (E 2.1, E 2.2)

15.05. - 31.08.2019

Vom 15.05 bis zum 31.08 müssen stickstoffbindende Pflanzen, die als ÖVF angemeldet sind, auf den Flächen vorhanden sein. Für großkörnige Leguminosen gilt der 15.08 .

 

Fr. 31.05.2019

Änderungen im Gemeinsamen Antrag möglich (Nachmeldung einzelner landwirtschaftlich genutzter Schläge, Änderung der Nutzung, Nachmeldung bzw. Änderung anspruchsbegründender Unterlagen, Verträgen oder Erklärungen)

01.06. - 15.07.2019

Relevanter Zeitraum, in dem die Vorschriften der Anbaudiversifizierung im Rahmen des Greening erfüllt sein müssen.

01.06 - 30.09.2019

Weidezeitraum Sommerweideprämie (FAKT Maßnahme G1)

Bis Di. 11.06.2019

Nachmeldungen zum Gemeinsamen Antrag möglich (mit Abzug)

Bis Mi. 19.06.2019

Rückmeldungen aufgrund von Ergebnissen aus der Vorabprüfung möglich

Bis So. 30.06.2019

Pflugverbot auf Flächen, die aus der landwirtschaftlichen Produktion genommen wurden

15.07. - 01.10.2019

Greening Aussaat Zwischenfrüchte (ÖVF):

Zeitraum für die Aussaat von Kulturpflanzenmischungen auf Flächen für Zwischenfruchtanbau oder Gründecke.

Diese Fristen gelten nicht für die Grasuntersaaten, die in eine Hauptkultur ausgesät werden.

Ab Ernte der Hauptfrucht

Aufbringverbot für N-haltige Düngemittel auf Ackerland. Abweichend von der Sperrfrist ist die Aufbringung möglich zu Zwischenfrüchten, Winterraps und Feldfutter bei einer Aussaat bis zum 15. September oder zu Wintergerste nach Getreidevorfrucht bei einer Aussaat bis zum 1. Oktober. 

Bis Fr. 31.08.2019

Aussaat FAKT Begrünung (Code 41, mehrere Mischungspartner)

Bis Sa. 31.08.2019

Aussaat FAKT Winterbegrünung (F 1)

Bis So. 01.09.2019

Aussaat einer Begrünung in Problem- und Sanierungsgebieten nach der SchALVO in Lagen über 500 Meter, wenn im gleichen Jahr keine Folgekultur angebaut wird.

Bis So. 15.09.2019

Aussaat Brachebegrünung überjährig (E 2.1, E 2.2) für das Antragsjahr 2020

Bis So. 15.09.2019

Einsaat der Begrünung in Problem- und Sanierungsgebieten nach SchALVO in Lagen unter 500 Metern. 

Ab September

Mulchen/ Einarbeiten der Brachebegrünung (E 2.1)  bei Anbau Winterkultur (ohne ÖVF)

Ab September

Mulchen der Brachebegrünung bei Anbau (E 2.2) Winterkultur (mit ÖVF-Anrechnung)

Bis Di. 01.10.2019

Greening: Ummeldung von Zwischenfrüchten

Ab Fr. 01.11.2019

Sperrfrist für die Ausbringung von Düngemitteln mit wesentlichem Gehalt an verfügbarem Stickstoff auf Grünland und Ackerland mit mehrjährigem Feldfutterbau

Fr. 01.11.2019

Letzter Termin zur Abgabe des Weidetagebuchs 2019

Bis Sa. 09.11.2019

Greening: Vorlage Ökobescheinigung für die Greeningbefreiung von Umstellungsbetrieben

Ab Ende November

Einarbeitung der Begrünungsmischungen nach FAKT (E 1.1, E 1.2) sowie der Brachebegrünung (E 2.1 ohne ÖVF-Anrechnung). 

Brachebegrünung mit Blühmischungen (E 2.2) darf bei nachfolgender Sommerkultur ab Ende November nur gemulcht werden. 

Die Einarbeitung der Brachebegrünung E 2.2 ist erst ab dem 1. Januar des Folgejahres erlaubt.

Bei nachfolgender Winterkultur ist Mulchen und Einarbeiten ab September möglich.

01.12.2019 - 15.02.2020

Pflugverbot für Ackerflächen, die der CCWasser1 oder CCWasser2 zugehören und nicht in eine besondere Fördermaßnahme zum Erosionsschutz einbezogen sind. Das Pflügen nach der Ernte der Vorfrucht ist nur bei einer Aussaat vor dem 1. Dezember zulässig.

Ab Sa. 15.12.2019

Aufbringverbot für Festmist und Komposte auf Ackerland und Grünland

Bis 31.12.2019

Letzter Termin für Pflanzenschutzmittel-Aufzeichnungen

 ÖVF-Zwischenfrucht/Untersaat:

· Umbruch ab 16. Januar

· Mulchen vor der Samenreife möglich

· Nutzung ist ab 1. Januar erlaubt. Zwischenfrucht/Untersaat muss aber bis 15. Januar stehen

 

ÖVF-Brache, ÖVF-Pufferstreifen (Gewässer- oder Feldrand; Ackerstreifen am Waldrand):

· Umbruch ab 1. Januar des Folgejahres der Angabe im GA, bei Einsaat einer Winterkultur ab 1. August

· Mulchen vorher möglich, wenn Unterscheidung zur Hauptkultur

Der Grundfutterreport von 2015 ist auf der Homepage des LAZBWs einsehbar:

Grundfutterreport